UNISDR
UN beobachten von Bonn aus die Verluste durch Naturkatastrophen

UNISDR Pressemitteilung

Bonn, 17. Oktober 2017 – Der UN-Sondergesandte des Generalsekretärs für Katastrophenvorbeugung, Rober Glasser, hat angekündigt, dass ab dem kommenden Jahr ein weltweites Beobachtungssystem eingeführt werden soll, mit dem Verluste durch extreme Wetterereignisse und Erdbeben registriert werden. Diese Aufgabe soll vom Bonner Büro der Internationalen Strategie für Katastrophenvorsorge (UNISDR) übernommen werden.

Bei einer Rede auf dem UN Campus sagte Glasser: „Die Häufung von Katastrophen in den vergangenen zwölf Monaten zeigt, wie wichtig diese Arbeit ist, damit wir verstehen können, wie wir Katastrophen vorbeugen oder lindern können und vom Katastrophenmanagement zur Katastrophenvorbeugung kommen. Wir müssen besser identifizieren können, wie wir Verluste durch Unglücke senken, wenn wir die Ziele für nachhaltige Entwicklung erreichen und Armut reduzieren wollen – besonders wegen der Folgen des Klimawandels.“

„Die Hauptaufgabe des Bonner Büros wird es sein, Regierungen dabei zu unterstützen, die Zahl von Menschenleben und Betroffenen von Naturkatastrophen zu senken. Es geht auch darum, wirtschaftliche Folgen zu minimieren und wichtige Infrastruktur zu bewahren – so wie es im Rahmenwerk von Sendai zur Katastrophenvorsorge beschlossen wurde, das von den UN-Mitgliedstaaten 2015 verabschiedet worden war und bis 2030 läuft.“

Glasser erklärte weiter: „Das Sendai-Beobachtungssystem wird Anfang kommenden Jahres von Bonn aus gestartet, und viele Staaten haben dafür bereits ihre Instrumente zur Datenerhebung überprüft. Diese Arbeit ist auch für ein weiteres Feld des Sendai-Rahmens wichtig: Bis zum Jahr 2020 soll die Zahl nationaler und lokaler Strategien für Katastrophenvorsorge deutlich steigen.“  

„Durch die Ansiedlung dieser Arbeit in direkter Nachbarschaft zum UN-Klimasekretariat (UNFCCC) in Bonn wird die Integration von Katastrophenvorsorge und Anpassungmaßnahmen im Kontext des Klimawandels weiter verstärkt. Es bietet uns eine gute Ausgangsposition, um vollständig an den Diskussionen zu nationalen Anpassungsplänen an den Klimawandel teilzuhaben.  In diesem Kontext werden wir während der Klimakonferenz COP23 in Bonn im kommenden Monat aktiv sein.“

 

 

Über UNISDR: UNISDR ist das UN-Büro zur Katastophenvorsorge. Es wird geleitet durch den UN-Sondergesandten des Generalsekretärs für Katastrophenvorbeugung und unterstützt die Umsetzung des Sendai-Rahmenwerks für Katastrophenvorsorge 2015-2030. Das Rahmenwerk will „das Risiko und die Verluste in Verbindung mit Katastrophen substantiell reduzieren. Dies betrifft Menschenleben, Existenzgrundlagen, Gesundheit sowie die wirtschaftlichen, physischen, sozialen, kulturellen und ökologischen Ressourcen von Personen, Unternehmen, Gemeinschaften und Ländern.“

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