Beginn der Weltklimakonferenz in Bonn: Vorgaben des Pariser Abkommens sollen entschlossen weiterentwickelt werden

opening ceremony

Bonn, 6. November 2017 – Die diesjährige UN Klimakonferenz hat in Bonn mit starken und einheitlichen Forderungen begonnen, den Weg des Pariser Klimaabkommens weiter zu verfolgen.

Die Eröffnung der Konferenz (COP23, 6. - 17. November) findet vor dem Hintergrund diesjähriger Hurricanes, Brände, Fluten, Dürren, schmelzender Gletscher und den Folgen für die Landwirtschaft statt, die weltweit die Nahrungssicherheit bedrohen.

“Überall auf der Welt leiden viele Menschen – fassungslos gegenüber den Kräften, die sich gegen sie richten. Unsere Aufgabe als Führungspersönlichkeiten ist es, auf dieses Leid mit allen verfügbaren Mitteln zu antworten“, sagte der neu gewählte COP23 Präsident, der Ministerpräsident Fidschis, Frank Bainimarama. “Das bedeutet, dass wir unsere Pflichten voll erfüllen müssen und uns nicht vor ihnen wegducken.”

Bainimarama sagte weiter, dass Fidschi dieses Jahr eine “Große Koalition” bilden möchte, die Regierungen aller Ebenen, die Zivilgesellschaft, den Privatsektor und religiöse Organisationen miteinschließen solle.

Der COP Präsident will bei der Konferenz mit möglichst vielen nichtstaatlichen Akteuren zusammenkommen, die Mitglieder dieser Koalition werden können.

Die Exekutivsekretärin des UN Klimasekretariats, Patricia Espinosa, sagte: „Zusammen mit der Agenda für nachhaltige Entwicklung haben wir einen klaren Weg vor uns, um entschlossen Klimawandel und nachhaltige Entwicklung anzugehen.“

Espinosa wies auch auf die Verhandlungspunkte hin, über die die Staatenvertreter in Bonn diskutieren werden – vor allem geht es um die nächsten nötigen Schritte, mit denen sichergestellt werden soll, dass das System des Pariser Abkommens rechtzeitig fertiggestellt wird und die Mittel gestärkt werden, damit es umgesetzt werden kann.

Dies ist wichtig, um das Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen und die globale Erderwärmung gegenüber vorindustriellen Werten deutlich unter 2 °Celsius zu halten, möglichst nahe an 1,5 °Celsius. Espinosa machte deutlich, wie notwendig der Fortschritt sei. „Wir müssen jetzt handeln, um die Verpflichtungen bis 2020 zu erfüllen. Hier sind sowohl finanzielle Zusagen, wie auch Zusagen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen überaus wichtig“, sagte sie. Während Fidschi die Präsidentschaft der COP23 innehat, bietet Deutschland wesentliche und großzügige logistische Unterstützung.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks betonte Deutschlands Unterstützung für die Vereinten Nationen und erklärte, dass Bonn als Hauptsitz des UN Klimasekretariats zu einem internationalen Zentrum für Klimaschutz und Nachhaltige Entwicklung wird.

Die Ministerin brachte auch gute Neuigkeiten in Bezug auf die finanzielle Unterstützung für Entwicklungsländer mit. Sie erklärte, dass Deutschland 2017 den UN-Anpassungsfonds mit zusätzlichen 50 Millionen Euro unterstützen wird.

Während der COP23 findet in Bonn nicht nur die Klimakonferenz statt. Es gibt auch viele kulturelle Veranstaltungen, um Klimaschutz den Bonnerinnen und Bonnern näher zu bringen.

Viele Einwohner Bonns engagieren sich als Freiwillige. Auch Bonner Schulen sind mit dabei, darunter Kinder, die bei der Eröffnung mit der Künstlerin Bernadette La Hengst das COP23 Lied „I’m an Island“ vortrugen, das mit Hilfe des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit aufgenommen wurde.

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